Weg vom Opferverhalten

Drei Grundsätze, die dich wegbringen vom Opferverhalten

Minimalistisch denken heißt auch vom Opferdenken wegkommen. Opferdenken haben wir ja permanent in uns. Leider ist uns das meist gar nicht bewusst. Mir ist das dieser Tage mal wieder so richtig aufgefallen, als ich mich mit einer früheren Freundin traf. Diese war überglücklich in mir jemanden zu haben, mit dem sie einen schönen Tag verbringen konnte. Normalerweise lebt sie abgeschieden zuhause und ist frustriert, weil sie niemanden hat, mit dem sie einfach mal raus kann. Nun ist ihre Situation auch richtig klassisch beschissen. Wenig Geld, kein Auto, auf dem Land lebend, kaum Kontakte und richtig viel Unternehmungslust. Der ideale Nährboden um depressiv zu werden.

Nun kann man diese Frau bedauern, was ihr aber nicht wirklich hilft. Ich habe sie heute zum Anlass genommen, um mir Gedanken über Menschen in ihrer Situation zu machen. Denn zum einen kenne ich das auch aus früheren Zeiten und zum anderen gibt es sicher auch eine Menge von euch da draußen, die in der gleichen Lage sind. Wenn man eh schon so eingeschränkt ist, weil man kaum Geld hat und auch keine Möglichkeiten einfach mal aus seiner Umgebung rauszukommen, dann kann man schnell verzweifeln. Und verführerisch ist es dann auch, dass man sich leicht mit solchen Menschen abgibt, die einem überhaupt nicht gut tun, nur um wenigstens etwas Abwechslung zu haben. Mit anderen Worten, man ist schnell Spielball der anderen.

Hier, wie eigentlich in allen Lebenslagen, verweise ich darauf, dass du da aufbaust, wo du stehst. Also: du hast wenig Geld, kein Auto, lebst in einer abgeschiedenen Gegend und hast unbefriedigende Kontakte.

So what!

Musst du deshalb Opfer sein, dich bedauern und darauf hoffen, dass sich andere erbarmen um dir ab und zu eine schöne Zeit zu gönnen? Das ist ein unwürdiges Dasein, macht dich hilflos und abhängig. So musst du nicht leben. Es geht auch anders.

Gerade dann, wenn wir uns selbst schwach und hilflos fühlen ist es wichtig, dass wir uns auf unsere Stärken besinnen. Und eine Stärke hat jeder, auch du. Mach dir bewusst, dass du immerhin eine Wohnung hast, genug zu essen und was sonst noch so um dich herum ist. Auch, wenn du momentan damit nicht zufrieden bist, es ist dennoch genug, um dich am laufen zu halten. Das ist der erste Schritt, dir das bewusst zu machen. Und darauf baust du auf. Dankbarkeit ist hier das Schlüsselwort. Sei dankbar für das, was du hast. Ich weiß, das klingt unpopulär. Wir sind es nicht gewohnt, dankbar zu sein und halten alles für selbstverständlich. Schlimmer noch, wir jammern weil es uns nicht besser geht.

Es ist eigentlich ganz simpel. Stelle dir vor, was du im Idealfall haben möchtest. Also in unserem obigen Beispiel möchte meine Freundin mit einer Gleichgesinnten Ausflüge und kleinere Unternehmungen machen. Das ist ihr großes Ziel. Da es aber an, wie oben angegeben, bestimmten Voraussetzungen mangelt, kann sie dieses Ziel nicht umsetzen.

Das heißt jetzt aber nur, sie kann es nicht JETZT umsetzen. Sie kann aber darauf hin arbeiten. Und so geht’s:

Wenn wir etwas erreichen wollen, ist es ganz wichtig, dass wir groß träumen. Wir also nicht bescheiden sind, sondern uns das größtmögliche vorstellen. Wir visualisieren, was wir gerne hätten. Groß träumen. Träumen darf man ja wohl noch! Was wir damit erreichen ist, dass wir unser Bewusstsein, unseren Geist nicht einschränken. Je bombastischer wir uns das, was wir wollen, vorstellen, desto offener wird unser Geist.

Also, zuerst ist die Idee da          in unserem Fall der große Traum.

Den entscheidenden Fehler, den wir machen ist nun, sich in seinem Traum zu verlieren. Es geht nicht darum, sich in eine Traumwelt zu flüchten. Das ist ganz wichtig, dass du dir das klar machst. Du sollst nicht tagträumen. Du sollst visualisieren, also dir ausmalen wie es wäre, wenn du so leben würdest wie du es dir vorstellst.

Im Klartext: Visualisieren und tagträumen sind nicht dasselbe. Tagträumen bedeutet, dass du passiv dich in deinem Traum verlierst. Visualisieren dagegen bedeutet, dass du dir ein Ziel erträumst und AKTIV darauf hinarbeitest.

Ein großer Traum kann nur in Etappen, in kleinen Schritten erreicht werden. Ergo, wir müssen uns an den ganz realen Gegebenheiten orientieren. In unserem Beispiel hat meine Freundin nach wie vor kein Geld, kein Fahrzeug, keinen gewünschten Kontakt. Ihr Wunsch ist aber, rauszukommen, neue Inspiration zu bekommen und sich draußen bewegen zu können.

Wie kann sie also anfangen?

Kleine Ziele setzen, das ist der Anfang. Sowas wie z.B. mit den Augen einer Touristin durch ihre Heimatstadt laufen. Auf bestimmte Dinge achten wie alte Haustüren, schön gestaltete Vorgärten. Bleiben wir mal bei alten Haustüren. Das wäre ein Projekt. Sie könnte sich darauf konzentrieren, wo gibt es noch alte Haustüren. Vielleicht würde es ihr dann Spaß machen, davon eine Fotoserie zu machen. Sie könnte das richtig vertiefen, vielleicht bei facebook ihr Hobby öffentlich machen. Auf jeden Fall würde sie früher oder später mit anderen sich austauschen. Und so könnte sie langsam wieder Kontakte aufbauen. Und ganz sicher würde sich mit der Zeit auch jemand mit ihr zusammentun wollen, der ein ähnliches Hobby verfolgt.

Was ich damit sagen will, ist, dass alles nach dem gleichen Prinzip verläuft. Du musst an einer Stelle anfangen und konsequent darauf aufbauen. Dann öffnen sich nach und nach immer wieder neue Türen für dich. Du bekommst neue Ideen und vor allem neue Perspektiven.

Also: auf dem, was ist, aufbauen. Eine Idee aufgreifen und diese konsequent verfolgen. Und dann – ganz wichtig: nichts im Leben läuft immer rund. Es wird immer eine Phase geben, wo du Stillstand hast, wo nichts weitergeht, du das Gefühl hast, dass deine Anstrengung sich gar nicht lohnt. Genau jetzt ist es wichtig, dranzubleiben und durchzuhalten. Und dann, du wirst sehen, dann geschehen Wunder!

Zusammenfassung

Schritt 1

Schreib dir jeden Tag auf, was in deinem Leben gut läuft. Fünf Dinge jeden Tag. Das können auch immer die gleichen sein. Wichtig ist nur, dass du es dir immer wieder klar vor Augen hältst. Und glaub mir, diese kleine Übung ist sehr effektiv. Also fünf Dinge. Das kann sowas sein wie: ich habe eine Wohnung. Ich bin gesund. Ich bin ein freier Mensch. Ich habe Geld um mir was zu essen zu kaufen. Ich habe eine Heizung.

Schritt 2

Visualisiere, erlaube dir ganz groß zu träumen. Stell dir im Geist vor, wie du leben willst und male es dir in allen Einzelheiten aus. Das bewirkt, dass dein inneres Wünschen sich umwandelt in ein inneres WOLLEN. Wünschen und wollen sind was grundverschiedenes. Das erstere ist passiv und das wollen ist aktiv.

Schritt 3

Fang mit einer Sache an. Bleib dran und verfolge sie. Sei flexibel und verändere sie auch, wenn du an Grenzen stößt. Wichtig ist nur, dass du dran bleibst

Komm weg vom Opferverhalten, vom Opferdenken. Das ist die wichtige Botschaft, die ich hier vermitteln will.

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