Noch ein paar Gedanken zum Fasten

Noch sind wir mitten drin in der Fastenzeit. Sehr viele haben sicher schon aufgegeben. Trotzdem lohnt es sich, sich dieses Thema nochmal genauer anzuschauen.

Minimalismus und Fasten ergänzen sich gut

Letzte Woche habe ich über das Fasten geschrieben. Heute möchte ich dieses Thema vertiefen. Ich selber begehe die Fastenzeit seit vielen Jahren. Nicht, weil ich so fromm bin, sondern weil ich diese Erfahrung so wichtig fand/finde. Als überzeugte Minimalistin ist fasten natürlich DAS Thema für mich.

Einfach nur fasten reicht nicht

Ich habe also jedes Jahr immer irgendetwas eingeschränkt, mal Alkohol, mal Kaffee, mal Zigaretten, mal Süßigkeiten. In einem früheren Jahr hatte ich mich selbst übertroffen. Als Extremraucherin (das war ich damals wirklich) hörte ich auf zu rauchen, Alkohol zu trinken, Kaffee zu trinken, Fleisch zu essen, Speisen zu würzen, Süßigkeiten zu essen. Also alles auf einmal. UND – ich hatte es durchgehalten. Darauf bin ich tatsächlich heute noch stolz.

ABER – in all den Jahren habe ich immer eines festgestellt. Ja, ich kann das durchhalten. Doch von Tag eins nach der Fastenzeit an, war alles so wie früher. So als hätte es diese Fastenphase gar nicht gegeben. Und irgendwann fragte ich mich, was für einen Sinn das denn überhaupt hat.

Fasten muss nachhaltig sein

Die Antwort darauf habt ihr sicher auch alle parat. Es macht keinen Sinn. Warum soll ich mich wochenlang kasteien, wenn ich danach alles wieder so mache wie zuvor? Es hat tatsächlich lange gedauert, bis ich das begriffen hatte.

Deshalb habe ich jetzt eine neue Strategie. Ich begehe keine Fastenzeit mehr im üblichen Sinne. Den Beginn der Fastenzeit nehme ich nun als Anlass, etwas neues in meinem Leben anzuleiern. Etwas nachhaltiges, etwas was ich dann auch beibehalten will.

Meine Schwachstellen sind Kaffee, Alkohol, Essen. Von allem nehme ich halt gerne etwas mehr. Nun könnte ich komplett verzichten auf Kaffee, Alkohol und zu viel Essen. Will ich aber nicht. Ich lebe nach dem Grundsatz dass, wenn ich alles im rechten Maß mache, es auch in Ordnung ist. Ich will dahin kommen, dass ich alles mehr genieße.

Durch Fasten einen neuen Weg beschreiten

Also wenige Tassen Kaffee am Tag und den dann auch in bester Qualität. Wir haben in der Nähe eine Kaffeerösterei. Dort will ich meinen Kaffee kaufen und ihn dann zuhause beim zubereiten auch ein wenig zelebrieren. Wein will ich in Zukunft bei einem Winzer holen. Nicht mal so eben vom Supermarkt, wo er dann genauso weggetrunken wird, wie er auch gekauft wurde. Seelenlos halt. Das gleiche gilt für Essen. Da habe ich mir schon lange angewöhnt, in Hofläden einzukaufen. Macht zum einen richtig Spaß, und ich unterstütze die Bauern auch damit.

Ich habe für mich festgestellt, dass wenn ich mir bereits beim Einkauf Gedanken mache, wo ich meine Sachen herhole, ich auch anders damit umgehe. Ich war immer bemüht, möglichst wenig Essen wegwerfen zu müssen. Aber oft ging es gar nicht anders. Dieses Problem habe ich jetzt nicht mehr. Ich achte die Lebensmittel viel mehr, seitdem ich mir mehr Mühe beim Einkauf mache.

Das ist, wie gesagt, meine neue Strategie. Sie erscheint mir sinnvoller und auch durchhaltbarer. Bin gespannt, ob ich auf Dauer damit besser zurechtkomme.

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