Monatsrückblick Mai 2020

Ein Rückblick ist jetzt intensiver als in normalen Zeiten. Irgendwie erwarte ich, dass sich was wesentliches ändert. Aber es sind unbedeutende Kleinigkeiten, die sich etabliert haben. Nichts ist spektakulär und trotzdem einschneidend wie eben die Masken, die wir nun tragen müssen. Wenn ich mir vorstelle, man hätte mir das vor drei Monaten gesagt, ich hätte es als absurd abgetan. Und nun ist es Normalität.

An was ich mich alles gewöhnt habe in der Corona Zeit

Es ist schon verrückt, oder? Wenn man so zurückschaut und erkennt, wie schnell wir uns an all die neuen Gegebenheiten der Corona Zeit gewöhnt haben. Maskentragen und Abstand halten ist völlig normal geworden. Man denkt gar nicht mehr drüber nach. Mich erstaunt auch immer noch, wie schnell die Neuigkeiten alle eingeführt wurden. Ruckzuck waren jede Menge Masken da auf einmal, Beschriftungen an Läden und Restaurants, überall auch Desinfektionsspray. Das ging alles super schnell und irgendwie auch unmerklich.

Ich kann ja nur von mir reden, aber ich glaube sagen zu können, dass es den meisten ähnlich geht. Corona sorgt dafür, dass ich noch wesentlicher werde. So vieles, was mir zuvor wichtig war und was ich nie hätte missen wollen, brauche ich jetzt gar nicht mehr. Ich habe nicht mal Verlangen danach.

  • in Geschäften bummeln
  • kleinere Reisen mit dem Zug oder dem Auto
  • Freunde, die weiter weg wohnen besuchen
  • Städtetouren machen

Das waren so die kleinen Freuden meines Alltags. Habe ich jetzt gar keine Lust mehr dazu. Gut, ich werde es sicher wieder aufnehmen, wenn die Beschränkungen weiter aufgehoben werden. Aber dadurch, dass alles so eingeschränkt war, habe ich mich, auch unmerklich irgendwie, umorientiert.

Jetzt macht es mir größte Freude, mich in der Natur zu bewegen. Ich sehe sie auch viel bewusster. Heute morgen lief ich auf einem Weg entlang der Felder. Mir fiel richtig auf, wie wunderschön es aussieht, wenn der Weizen sich sanft im Wind wiegt. Es ist wie ein wogendes grünes Meer. Auch die unterschiedlichen Blumen, die am Feldrand wachsen habe ich viel klarer erkannt. Mag sein, dass es einfach an der Jahreszeit und dem momentan göttlichen Klima liegt. Keine Ahnung, aber ich merke, dass ich regelrecht aufblühe.

Habe mir jetzt vorgenommen, statt zuhause am PC zu arbeiten, diesen mit zu einer Bank, die habe ich bei meinen Waldläufen entdeckt, mitzunehmen und mich dann dort einige Stunden zu beschäftigen. Aldi bietet just nächste Woche einen Camping Tisch an. Das würde wunderbar passen. Dann fahre ich zu dieser Bank und breite mich dort aus. Da kommt garantiert sonst keiner vorbei. Ich denke auch, wenn ich da still sitze, habe ich endlich mal die Chance, Wildtiere zu beobachten.

Was für ein wundervoller Monat – der Mai!

Ja, das Wetter war fast den gesamten Mai über ein Traum. Ich mag es ja nicht so sehr warm. Für mich gab’s die genau richtige Temperatur. Warm genug, um mich draußen aufzuhalten, aber nicht so heiß, dass ich mich kaum noch bewegen kann. Wird nicht so bleiben, aber solange es anhält, genieße ich es in vollen Zügen.

Meinem Kater geht es ähnlich. Er kommt nur noch zum fressen heim. Ansonsten, auch über Nacht, bleibt er draußen. Ich kann’s verstehen.

Das bereitet mir Sorgen

Was mein Wohlbefinden überschattet ist die Situation mit meiner Schwester. Ihr geht es gesundheitlich nicht gut. Leider wohnt sie zwei Autostunden entfernt von mir, so dass ich nicht grade mal schnell hinfahren kann. Ich mache mir Sorgen. Noch kann sie alleine leben, aber wie lange noch.

Diverses

Im Mai habe ich in der Regel Geburtstag, schon seit Jahren. Und ehrlich, ich feiere nicht gerne Geburtstag. Den von anderen ja, aber bei mir selber mache ich halt nur so das nötigste. Ich wundere mich daher immer wieder, dass doch mehr Leute an mich denken, als ich erwarte.

Ich esse zuviel. Im Grunde kann ich mit meiner Figur zufrieden sein, wenn halt bloß der Bauch nicht wäre. Schwer wär’s ja nicht, den wieder loszuwerden. Aber —- ich schaffe es einfach nicht. Geht nicht, immer wieder nehme ich es mir vor. Also, ich kann Menschen, die mit Übergewicht zu kämpfen haben, gut verstehen. Ich habe einfach das große Glück, nicht dick zu werden, sonst wäre ich wohl eine wandelnde Kugel. Seufz. Ich nehm’s mir natürlich im Juni wieder vor, und während ich das hier schreibe, schiebe ich mir ein Eiskonfetti nach dem anderen rein. Muss ja auch weg, sonst geht es mir kaputt.

Seit der Corona Zeit bekomme ich Unmengen an Spam Mails. Das war vorher nie. Die paar Spams, die ich bekam, waren nicht der Rede wert. Jetzt sind es bis zu 20 pro Tag und es steigert sich. Das nervt mich gewaltig. Ich muss ja immer überprüfen, ob nicht doch was wichtiges dabei ist, und das kostet Zeit. Noch erträglich, aber wenn es immer mehr werden, wird’s eng.

Ausblick

Oje, ich muss unbedingt was für mein Aussehen tun. Ich gestehe, in der Corona Zeit habe ich mich gehenlassen. Ich konnte ja nicht zum Friseur. Und das bei meinen Problemhaaren. Ich sehe regelrecht asozial aus, deshalb ziehe ich jetzt immer Mützen auf. Eine Nachbarin meinte schon, die Leute würden denken, ich hätte Krebs.

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