Monatsrückblick April 2020

Nicht nur ich, wohl auch alle anderen hätten nie damit gerechnet, dass sie eine solche Zeit erleben würden. Ja, ich finde, sie rüttelt uns ganz schön durcheinander und hält uns wach

Was für ein Monat! Eines muss man der Corona-Zeit lassen, spannend bleibt es.

Ich hatte ja gehofft, dass sich irgendwas entscheidet. Also einfach etwas, dass eine neue Richtung vorgibt. Nichts ist passiert, das Leben plätschert weiter so vor sich hin und niemand kann den Verlauf erkennen. Das nervt, macht unsicher aber auch etliche Menschen aufmerksamer. Andere treibt es in die Stagnation, das ist auch nicht gut.

Was Corona mit mir macht

Bei mir stelle ich fest, dass ich träge geworden bin. Entschleunigen ist ja gut und auch in meinem Sinne. Aber ich will mir nichts vormachen. Ich bin so richtig faul geworden. Ich mache alles total langsam und schiebe Dinge großzügig vor mir her. „Ja, kann ich ja alles noch später machen“. Also so kann es nicht weitergehen. Aber vielleicht ist auch das der Vorteil dieser Zeit, dass ich mich besser erkennen kann.

Als sehr positiv bewerte ich, dass mich die Corona Zeit kaum Geld ausgeben lässt. Online-Shopping ist nicht so mein Ding, also bleibt mir gar nichts andres übrig, als mein Geld zu horten.

Wetter und Ausflüge

Wow! Was für ein tolles Wetter. Wenigstens das hatten wir. Ich habe es auch ausgiebig genutzt und ganz viele Wanderungen und Ausflüge in die Natur unternommen.

Mein größtes Vergnügen in der warmen Jahreszeit waren bisher immer die Outdoor-Märkte, Kreativ-Märkte, Handwerker-Märkte, Bauernmärkte usw. Ich habe das total genossen und vermisse das alles schmerzlich. Aber, jede Einschränkung hat auch ihre Herausforderungen. Ich habe mich dran gewöhnt und mache eben jetzt meine Exkursionen mit Picknick.

Ich habe es richtig übertrieben im April und war praktisch täglich unterwegs. Und es war einfach nur toll. Mit meinem Wanderfreund war ich die meiste Zeit unterwegs, aber auch oft alleine. Da ich nah an der Glangegend wohne und das auch unser bevorzugtes Wandergebiet geworden ist, sind wir fast nur hier unterwegs. Wer den Glan nicht kennt, ich kann nur empfehlen, sich hier einmal umzuschauen. Eine total unterschätzte und wundervolle Landschaft.

Wir haben Wanderungen gemacht zu verlassenen Burgen, Steinbrüchen, einsamen verwunschenen Waldweihern, auch zu spannenden touristischen Sehenswürdigkeiten wie Disibodenberg, dem ehemaligen Kloster der Hildegard von Bingen und viele Erkundungsgänge über Felder und durch Waldgebiete.

Das hier ist Eschenau am Glan



die Hildegard von Bingen Stätte auf dem Disibodenberg

Ein ganz besonderes Erlebnis hatte ich in Meisenheim, einer wunderschönen mittelalterlichen Stadt. Dort lief ich am Ufer entlang und machte Bekanntschaft mit Oskar, einem zahmen Biber. Der wird dort von den Anliegern, die ihn Oskar getauft haben, gefüttert und ist überhaupt nicht scheu. Ich konnte so nahe an ihn rangehen wie ich wollte. Er hatte keine Angst vor mir und war nur mit seiner Nahrung beschäftigt.

Das ist Oskar. Ok, ist wirklich kein gelungenes Bild, aber ich bin so stolz drauf

Da ich immer ganz euphorisch werde, wenn ich ein Wildtier in der Natur sehen kann, war dies ein echtes Highlight für mich.

Endlich bin ich wieder kreativ

Früher habe ich immer gerne Handarbeiten und handwerkliche Arbeiten gemacht. In den letzten Jahrzehnten ist das irgendwie sehr wenig geworden. Aber nun hat es mich wieder gepackt. Es macht mir wieder Spaß zu stricken und zu basteln. Ich bin dabei, mir eine Hose zu stricken, zwei alte Schubladen zu einem Tablett umzugestalten und stricke mir noch ein Sommertop. Außerdem habe ich den Garten neu angelegt. Ich bin nicht besonders geschickt mit Pflanzen, deshalb versuche ich es jetzt mehr mit Deko.

ich habe überall Figuren aufgestellt

Auch was kochen anbelangt, so gebe ich mir mehr Mühe und bin selbst überrascht, dass ich doch eigentlich richtig gut kochen kann. Das hat damit zu tun, dass ich mir einfach Zeit lasse und mich auch richtig damit beschäftige

Hilfe, ich habe eine Zecke am Hinterkopf

Ja, das war ein echter Schock. Ich rätselte über Tage, was das für ein Pickel sei, den ich am Hinterkopf fühlte. Das ist eine blöde Körperregion, wo man schlecht hinkommt und auch mit Spiegeln nicht wirklich was erkennt. Da sich aber auch unterhalb dieses Pickels eine Geschwulst bildete und das alles höllisch weh tat, ging ich dann doch zum Arzt. Bis ich mal zum Arzt gehe, muss ich wirklich halbtot sein, aber da wurde mir schon sehr mulmig. Und ich war echt baff, als mir der Arzt sagte, ich habe eine Zecke. Nun ist so eine Diagnose für mich normalerweise kein großes Ding, aber am Kopf und so nah am Gehirn, das nötigt mir dann doch Respekt ab. Und so wehrte ich mich auch nicht gegen eine Impfung und Medikamente.

Was mir sonst noch so wichtig war

Mein Hund ist nun seit 10 Jahren tot und ich vermisse ihn noch immer. Jedes Jahr im April, wo ich ihn damals habe einschläfern lassen müssen, denke ich an ihn. Ich nehme mir immer vor, diesen Termin endlich aus meinem Kalender zu tilgen, aber ich schaffe es nicht.

Habe irgendwo gehört, dass es ein besonderes Erlebnis ist, sich im Mai den Gesang einer Nachtigall anzuhören. Das habe ich vor zu tun und ebenfalls Froschkonzerte.

https://www.youtube.com/watch?v=QCGj0qQIXJY

Was ich mitnehmen will…

… in den Mai ist auf jeden Fall, mich noch mehr auf wesentliches zu konzentrieren. Die kleinen Dinge des Lebens noch mehr schätzen und mit Geld besser haushalten. Das sind so die positiven Seiten der Corona Zeit. Insgesamt möchte ich gerne, dass sich das Leben wieder normalisiert, aber ich sehe eben auch, dass diese Zeit der Eingeschränktheit auch ihre positiven Seiten hat.

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