Loslassen

Loslassen ist das Zauberwort beim Minimalismus. Loslassen ist der Schlüssel zu einem glücklichen Leben. Nur, wie lässt man los?

Was bedeutet loslassen überhaupt? Jeder Mensch hat ein Lebensthema. Meist zeigt sich dieses in negativer Form. Der eine wird übelst im Job gemobbt, der andere hat nie Geld, der nächste ist ständig krank usw. Nun kann man so leben, dass man solche Umstände eben als gegeben hinnimmt. Die meisten Menschen tun das. Leider untermauert unsere Gesellschaft diese Haltung auch. Für alles gibt es Therapeuten, die helfend einspringen. Depressionen und Burn-out scheinen geradezu chic zu sein. Ja, man gehört dazu, wenn man solche Leiden hat.

Man kann so leben, man muss es aber nicht. Niemand ist dazu verdammt, sein Leben in Depression, Krankheit, Burn-out usw. zu verbringen. Es geht eben auch hier ums loslassen.

Wer sich ernsthaft aus der Schicksalsklammer befreien will und sein eigenes Lebensthema klarer erkennen will, muss loslassen einfach lernen. Er hat keine andere Chance. Therapeuten und Ärzte mögen hilfreich sein, aber sie sind letztlich auch nur Menschen. Man darf niemals die eigene Macht auf sie übertragen.

Also, selbst ist der Mann/die Frau. Das Leben in die eigene Hand nehmen und ganz unten anfangen. Ja, loslassen kann man lernen wie alles andere auch. Und ganz unten anfangen, meine ich wörtlich. Wo kann man loslassen am besten erleben? Beim Stuhlgang. Das ist der physische Akt des loslassens. Und genau da können wir ansetzen. Im Darm sitzt unser Gefühlszentrum. Es ist eine ganz banale Weisheit. Wer einen gesunden Darm hat, der fühlt sich einfach gut. Heißt auch, wer eine gute Verdauung hat, dem geht es einfach besser. Somit macht es Sinn, sich zunächst auf diesen Bereich zu besinnen.

Was kann ich tun, damit ich eine gute Verdauung habe. Das ist die Gretchenfrage, die man sich täglich stellen soll. Wie esse ich, was esse ich, warum esse ich dieses oder jenes. Wo kaufe ich ein. Achte ich auf Qualität beim Essen, usw. Man muss nicht gleich zum Veganer werden, nur um sich gesund zu ernähren. Du wirst merken, je bewusster du darauf achtest, was deinem Darm gut tut, desto sensibler wirst du mit dir selbst. Mit der Zeit sortierst du automatisch das aus, was schlecht ist für deine Verdauung und dein Wohlbefinden. Und das zeigt auch Wirkung. Du wirst auch in anderen Dingen bewusster werden. Du entwickelst mit der Zeit mehr und mehr ein Gefühl dafür, was dir gut tut und was nicht. Also du lernst einfach durch anschauen wo du loslassen kannst. Und damit machst du den ersten Schritt. Wenn du erst einmal ein Gespür dafür bekommen hast, was dir gut tut, dann fällt es immer leichter, dieses auch auszubauen.

Minimalismus ist ein lebenslanger Prozess und wird dich immer mehr befreien. Anfangs auf der materiellen Ebene. Du wirst immer mehr feststellen, welchen Besitz du nicht mehr brauchst. Auf der seelischen Ebene wirst du befreiter, indem du dich von Menschen und Umständen nicht mehr beherrschen lässt und auf der geistigen Ebene lässt du alte Gedankenmuster los und ersetzt sie durch neue und für dich bessere.

Aber all diese Entwicklungen basieren nun einmal auf dem ersten Schritt. Und die eigene Verdauung zu beobachten ist einer dieser Schritte, die ich dir nur empfehlen kann.

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