Ist die Fastenzeit was für dich?

Pünktlich zu Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit, also diesmal am 17. Februar. In den letzten Jahren ist diese Zeit mehr und mehr ins Bewusstsein der Menschen gerückt, war sie zuvor doch immer nur was für frömmelnde Christen. So schien es jedenfalls. Es hat wohl damit zu tun, dass man sich mehr auf Gesundheit und Wohlbefinden konzentriert, als das in früheren Jahren der Fall war.

Gute Vorsätze sind das eine, die Ausführung das andere

Für die meisten geht es beim Fasten darum, sich beim Essen einzuschränken. Dagegen ist auch nichts zu sagen, dennoch umfasst fasten viel mehr. Abnehmen, bewusster essen ist als Einstieg immer zu empfehlen. Erst einmal einfach anfangen. Wobei es gar nicht einfach ist. Wer schon einmal versucht hat, kleine Gewohnheiten abzuändern, weiß wovon ich rede. Ich meine damit nicht rauchen, denn damit aufzuhören kann richtig hart sein. Es geht um die eingefahrenen Alltagsgewohnheiten. Allein der Vorsatz, morgens gleich nach dem Aufstehen zehn Minuten um den Block zu spazieren, kann eine große Herausforderung sein. Das funktioniert einige Tage und dann kehrt man zum alten Schlendrian zurück. Hier braucht sich niemand was vorzumachen. Wir kennen das alle.

Warum wir so leicht umfallen

Wir haben alle ein inneres Muster, an dem wir ein Leben lang weben. Und je älter wir sind, desto fester sind diese Webmaschen. Wenn wir also unser Muster verändern, und sei es auch noch so gering, dann wird dieses innere Muster erschüttert. Unser Inneres wird alles tun, um hier wieder das Gleichgewicht herzustellen. Daher brauchen wir uns nichts vorzumachen, wenn wir uns selber sagen, dass wir nur mal heute eine Ausnahme machen und eben nicht die zehn Minuten um den Block laufen. Vergiß es, jetzt hast du schon verloren.

Unser Inneres ist wie ein lauerndes Tier. Sobald wir auch nur die kleinste Schwäche zeigen, schnappt es zu.

Nimm dir was einfaches vor

Wenn du noch nie gefastet hast, das aber gerne probieren willst, dann fang mit etwas wirklich einfachem an. Oder wenn du es schon oft probiert hast und gescheitert bist, schalte einen Gang runter und fange ebenfalls mit etwas einfachem an. Auf keinen Fall sollst du dich zu etwas zwingen. Bei allem was wir tun, dürfen wir den Spaßfaktor nicht vergessen. Ja, auch Fasten kann Spaß machen. Aber nur, wenn du mit dem richtigen Mindset herangehst. Sieh das Fasten als Herausforderung, als Sport an. Als etwas, mit dem du dich messen willst.

Vielleicht ärgerst du dich immer wieder darüber, dass du morgens nicht aus dem Bett kommst. Nun kannst du dir für die Fastenzeit die Herausforderung setzen, jeden Morgen eine Stunde früher als gewohnt aufzustehen (ja, auch am Wochenende).

Und um dir das ganze noch etwas einfacher zu machen, nimm dir nicht gleich die ganzen sieben Wochen vor, sondern teile sie in kleine Abschnitte ein. Also, nimm dir vor, nur diese eine kommende Woche morgens früher aufzustehen. Und wenn du das bewältigt hast, nimmst du dir die kommende Woche vor und so weiter. Du wirst sehen, dass dir das dein Vorhaben enorm erleichtert. Noch besser ist es, wenn du dir Tagesziele setzt am Anfang. Also, morgen stehe ich eine Stunde früher auf. Am Abend sagst du dir wieder: morgen stehe ich eine Stunde früher auf. Usw. Konzentriere dich immer nur auf diesen einen Tag. Wenn du dich damit sicher fühlst, erweiterst du das auf eine Woche usw.

Fastenzeit ist ein Geschenk

Ich sehe die Fastenzeit als eine Chance. Sie gibt dir die Gelegenheit, dir selbst näher zu kommen, dich mehr zu spüren. Natürlich ist es auch eine gute Zeit, etwas für deine Figur zu tun, aber eigentlich ist das zu oberflächlich gedacht. Es geht nicht nur um Figur und Wohlbefinden, sondern um dein seelisches und geistiges Reinigen.

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