Gefangen in der Corona Zeit

Hast du dich schon an die Corona-Zeit gewöhnt? Ist es mittlerweile für dich selbstverständlich mit all den Einschränkungen zu leben? Spüre nach, wie es dir damit geht

Seit März oder war es schon im Februar? Ich weiß es gar nicht mehr, sind wir nun schon in der Corona Zeit. Anfangs hatten alle noch die Hoffnung, dass das alles schnell vorbeigehen würde. Aber es zieht sich und ob es je wirklich vorbei sein wird, wer weiß. Eines ist jedenfalls sicher, jeder einzelne von uns ist betroffen. Niemand hat das gleiche Leben wie vor der Corona Zeit. Das kann man jetzt bedauern und weiter hoffen, dass alles wieder so wird wie es war. Aber mal ehrlich. Wenn wir realistisch sind, dann schwant uns schon, dass sich große Veränderungen in unser Leben einschleichen werden. Und zunächst werden es wohl Umstände sein, die uns nicht gefallen. Egal, wie wir dazu stehen, wir können es nicht beeinflussen. Unser Schicksal können wir nicht verändern, aber wir können unsere Einstellung dazu ändern.

Willst du lieber abwarten, was auf dich zukommt

oder ist es nicht besser dich zu informieren und vorzubereiten? Niemand weiß natürlich genau, mit was wir zu rechnen haben. Es ist auch gar nicht so wichtig, alles im Detail zu wissen. Wichtig ist nur, dass du dich auf Veränderungen einstellen musst. Es macht jetzt keinen Sinn, den Kopf in den Sand zu stecken und wie das Kaninchen vor der Schlange abzuwarten.

Um auf eine Veränderung angemessen zu reagieren ist es am sinnvollsten, so wenig Ballast wie möglich zu haben. Denn alles Überflüssige wird dich nur behindern. Und da hilft es wirklich, wenn du dich minimalistisch ausrichtest.

Was brauchst du wirklich für dein Leben, was hat sich überlebt.

Wovon solltest du dich trennen.

Welche Freunde sind dir noch wichtig.

Was ist mit deinen Ansichten und deiner allgemeinen Lebensausrichtung. Hat das alles noch Substanz.

Und die wichtigste Frage ist doch: Was bringt mich weiter!

Du brauchst einen Plan B

Was also ist wirklich wichtig in deinem Leben? Auf der materiellen Ebene sind das sicher deine Wohnung, deine Finanzen, deine Ernährung und auf der emotionalen deine Familie, deine Freunde, dein Umfeld. Wie kannst du sicherstellen, dass deine Strukturen nicht wegbrechen? Machst du dir Gedanken darüber, wie du deine Finanzen absichern kannst, deine Wohnung und was kannst du tun, falls es nicht mehr alles zu kaufen gibt oder es eben zu teuer wird.

Auch, wenn es nicht wirklich zu dramatischen Situationen kommen wird, so ist es doch besser, vorbereitet zu sein. Kalt erwischt zu werden ist immer die schlimmste Variante. Nimm dir die Zeit und überlege dir, was du tun kannst, um einfach vorbereitet zu sein. Sei flexibel und innerlich bereit loszulassen. Loslassen ist wie immer der Schlüssel. Je eher du es übst, desto einfacher wirst du damit umgehen können. Je mehr wir loslassen, desto freier werden wir. Und wie ich immer sage, am leichtesten kann man ‚loslassen‘ an materiellen Dingen üben. Schau dir deinen Besitz an: brauchst du wirklich all die Handtaschen, Schuhe, Bücher, Küchengeräte, usw. Brauchst du sie wirklich? Mit solchen Kleinigkeiten anfangen ist die beste Übung.

Erkenne die Zeichen der Zeit und reagiere angemessen darauf

Minimalismus ist hier wirklich eine geniale Methode. Wir sehen ja jetzt schon, wie viel mehr Einschränkungen wir haben, als vor der Corona Zeit. So vieles können wir nicht mehr unbedarft tun. Einfach mal so in ein Geschäft reinlaufen, auf der Straße jemanden umarmen. Dinge, die zuvor normal waren. Wir denken gar nicht mehr darüber nach. Was ist mit all den schönen Groß-Veranstaltungen? Nichts davon ist uns geblieben. Vielleicht, ja vielleicht kommt das alles wieder, aber zunächst sieht es nicht danach aus. Es sieht leider viel mehr danach aus, als würden wir mit weniger Geld auskommen müssen und wohl auch mit einem eingeschränkten Warenangebot in den Geschäften. Das macht nicht froh, aber wir müssen uns darauf einstellen. Und wenn wir das mit einer positiven Grundeinstellung tun, haben wir es einfach leichter. Ergo, es als Herausforderung ansehen, an der wir wachsen können und nicht als Schicksalsschlag, dem wir ausgeliefert sind.

Go with the Flow

Wer die Zeichen der Zeit ignoriert und einfach so weiter macht wie bisher, wird einen harten Aufprall erleben. Wir können nicht gegen unser Schicksal ankämpfen. Das Leben ist nun mal immer stärker. Also ist es doch am schlausten, wenn wir uns nach den Gegebenheiten richten.

Sei wachsam. Wachsamkeit ist jetzt sehr wichtig. Achte auf Zeichen. Lass dir vor allem keine Angst einflößen. Angst ist der schlechteste Berater. Wenn du dich auf dich und deine Möglichkeiten konzentrierst, brauchst du keine Angst zu haben. Wir Menschen sind im Inneren viel stärker, als wir das gemeinhin annehmen. Uns wird nur immer eingeredet, dass wir schwach sind und auf Spezialisten angewiesen. Schau dir genau an, was unsere Politik mit der Gesellschaft macht. Ist das in deinem Sinne. Fühlst du dich gut vertreten? Oder ist es besser, wenn du dein Leben selbst in die Hand nimmst.

Loslassen und Ballast abwerfen

Jetzt ist die Zeit dafür gekommen. Mach dich frei und reise mit so wenig Gepäck wie möglich durch dein Leben. Und das auf allen Ebenen, auf der materiellen, befreie dich von überflüssigem Besitz, auf der emotionalen: wer hat wirklich noch einen Platz in deinem Leben. Mit wem fühlst du dich verbunden und mit wem gibst du dich ab, einfach weil das halt immer schon so ist. Lass los von energieraubenden Menschen in deinem Umfeld. Und nicht zu vergessen, wie sieht es mit deinem Mindset aus? Stimmen deine Glaubenssätze überhaupt noch. Sind deine Ansichten über das Leben, über die Politik, über Ethik und Religion noch stimmig.

Fange jetzt an, Veränderungen einzuführen

Mach es dir zur täglichen Routine, deine Sachen bewusst anzuschauen. Was hat sich überlebt. Brauchst du all diese Tassen in deinem Schrank. Fange mit kleinen Dingen an und bleibe konsequent dran. Mit der Zeit siehst du immer klarer und es fällt dir auch immer leichter, dich von Sachen zu trennen.

Bewusstheit ist hier der Schlüssel. Wie steht es mit deinen Beziehungen? Bringen dich die Menschen in deinem Umfeld weiter oder halten sie dich unten? Mit wem reibst du dich am meisten? Wie stark bist du emotional abhängig von anderen? Fühlst du dich angenommen und respektiert? Respektierst du dein Gegenüber? Stell dir essentielle Fragen und sei ehrlich zu dir selber. Was erwartest du von dir und von deinem Gegenüber und was bekommst du wirklich?

Dinge hinterfragen, auch das ist ein ganz wichtiges Thema. Glaubst du, was man dir in den Nachrichten erzählt? Machst du dir die Mühe, eine gegenteilige Ansicht zu lesen oder anzuhören? Wir leben heute in so unsicheren Zeiten, dass wir praktisch alles hinterfragen müssen. Nur, wenn du alle Seiten objektiv anhörst, kannst du dir ein eigenes Urteil bilden. Stelle alles, auch deine eigene Ansicht in Frage.

Werde dein eigener Regisseur deines Lebens

Jetzt ist die beste Zeit, dein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Lass dich nicht runterdrücken von dem, was im Außen auf dich einwirkt. Du kannst nicht mehr in Urlaub fahren? So what! In Deutschland leben wir alle irgendwie in einer tollen Gegend. Hast du sie dir eigentlich schon mal richtig angeschaut? Kennst du deine Heimat? Wenn nicht, dann entdecke sie jetzt. Schau dich um, was gibt es hier alles. Vielleicht interessiert dich Natur, vielleicht interessante Bauten, aufregende Wanderwege. Es gibt so unendlich viel zu entdecken. Wenn du anfängst, über deinen Tellerrand zu schauen, siehst du unzählige Möglichkeiten.

Je mehr du aus dir selber schöpfst, desto unbedeutender werden die Probleme die von außen auf dich einwirken. Klar, damit räumst du nicht aus, dass du womöglich weniger Geld haben wirst oder nicht mehr alles im Supermarkt vorrätig sein wird. Aber das wird für dich immer unwichtiger. Du hast ja ganz andere Möglichkeiten für dich entdeckt und das macht dich unabhängiger.

Minimalistisches Leben kann so bereichernd sein. Ich stelle es ja immer wieder bei mir fest. Je weniger ich konsumiere und das bezieht sich nicht nur aufs kaufen, desto mehr schöpfe ich aus mir selber. Und ich stelle fest, wieviel Potential in mir steckt und was ich alles auf die Reihe bekommen kann. Wenn du nicht auf dich selbst reduziert bist, kannst du ja gar nicht erkennen, zu was du alles fähig bist.

Somit hat die Corona Zeit eben auch ihr Gutes

Auch wenn ich es mit wehmütigen Gefühlen begleite, dass so viele Dinge langsam verschwinden. Aber hey, so ist das Leben. Und ich finde es inzwischen immer mehr als Geschenk, dass ich in meinem Alter nochmal was ganz Neues beginnen darf. Das hätte ich doch so krass zuvor wahrscheinlich nie in Erwägung gezogen. Und ich sehe es auch bei Freunden. Leute, die ziemlich eingefahren waren in ihrem Rhytmus und ihren Gewohnheiten, sind plötzlich bereit, ihr Leben völlig auf den Kopf zu stellen. Hinterfragen all den Besitz, den sie im Laufe ihres Lebens angehäuft haben und trennen sich von Dingen, von denen sie es nie für möglich gehalten hätten. Und nicht nur das, sie sind bereit, ganz neu zu beginnen.

Wir leben in einer Aufbruchzeit. Noch ist sie nicht in der Bevölkerung angekommen. Aber sie wird. Und wenn du jetzt anfängst, hast du einen guten Vorsprung vor den andren. Du tust dich dann leichter und kannst anderen auch helfen, selber damit fertig zu werden.

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